Haus Berri
Das Doppelhaus liegt im Bergischen Land bei Burscheid. Erste Aufzeichnungen des Wohngebäudes reichen bis ins Jahr 1829 zurück. Das Wohnhaus weist eine typisch bergische Typologie auf. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurden zahlreiche bauliche Schichten hinzugefügt: Decken wurden abgehängt, die Fachwerkfassade verkleidet, Innentüren und Fenster teilweise verschlossen. Dem Haus reichen minimale Eingriffe um die alten Qualitäten wieder herzustellen - ein kompakter Grundriss, Verzicht auf Erschließungsflächen, flexibel nutzbare Räume. Das Nebengebäude ergänzt das kompakte Haus in Zukunft um einen großzügigen Raum mit Ausblick in den angrenzenden Wald.
| Realisierung | ab 2026 |
| Nutzung | Wohnen |
Reihenendhaus Bickendorf
Das Reihenendhaus liegt im Zentrum der Siedlung Bickendorf I. Zwischen 1916-20 entstanden hier nach den Plänen der Architekten Grod und Riphan Kleinstwohnungen für Angestellte und Arbeiter. Der seitliche Anbau ermöglicht es den Eingriff im bestehenden Haus gering zu halten und trotzdem eine Neuordnung des kleinteiligen Bestandes zu Schaffen. Die steilen Treppen bleiben erhalten und die Erschließungsfläche wird auf ein Minimum reduziert. Das Erdgeschoss wird um Küche und Gäste-WC im Anbau ergänzt. Im Obergeschoss kommt zum Bad und Schlafzimmer ein flexibel nutzbares Zimmer dazu. Im Dachgeschoss ermöglicht der Anbau ein weiteres kleines Kinderzimmer.
| Realisierung | 2024-2025 |
| Nutzung | Wohnen |
| Bauleute | Privat |
Waldkrankenhaus Roßbach
Nach seiner Schließung im Jahr 2002 ist das denkmalgeschützte Waldkrankenhaus in Roßbach/Sieg größtenteils ungenutzt und verfällt allmählich. Eine Aktivierungswerkstatt im Rahmen der REGIONALE 2025 verfolgt das Ziel, exemplarische Lösungsansätze für das ehemalige Waldkrankenhaus zu entwickeln.
Unser Vorschlag „Act Now” sieht eine schrittweise Umsetzung notwendiger Maßnahmen unter Einbeziehung verschiedener Akteure vor. Zunächst sollen große Teile des Gebäudeensembles geschützt und gesichert werden, bevor Wohn- und Werkstattnutzungen folgen. Anschließend wird die notwendige Infrastruktur hergestellt, um sukzessive Räume und Gebäudeteile zu sanieren und nutzbar zu machen, sodass das Haus schnellstmöglich wieder zugänglich ist.
| Workshop | 2025 |
| Auslober | Klinken Stadt Köln |
Haus Lindenthal
Das Reihenendhaus wurde 1939 als Zweifamilienhaus errichtet. Das Niveau des Gartens liegt deutlich unter dem Niveau der Straße und der Keller diente in Teilen als Schutzraum. Der Wunsch der Familie nach einem nutzbaren Kellergeschoss und einer besseren Zugänglichkeit des Gartens von den Wohnräumen im Erdgeschoss aus legte den Abriss und Neubau des Hauses nahe. Starke gezielte Eingriffe in die Struktur des Hauses und die Anpassung des Keller- und Erdgeschossniveaus ermöglichten es das Haus zu erhalten und den Wünschen der neuen Nutzer gerecht zu werden. Ein neues Dachgeschoss gibt dem Haus sein Gesicht, es fügt sich ein und spricht dennoch eine neue Sprache.
| Realisierung | 2019-2025 |
| Nutzung | Wohnen |
| Bauleute | Privat |
Urbane Nachbarschaft Honsberg
Die Häuserzeile und ihre Umgebung ist durch einen Leerstand von 80 % geprägt, die Wohnungen befinden sich in einem schlechten Zustand und waren durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft bereits zum Abriss freigegeben.
Die Montag Stiftung hat die Häuser übernommen und saniert sie umfassend. Es werden neue Wohnungszuschnitte geschaffen, da es ausschließlich Wohnungen mit gleichem Grundriss und ca. 50 m2 Größe gibt, so dass neben einer höheren Wohnqualität bei weiterhin günstigen Mieten neue Zielgruppen für eine stärkere Durchmischung im Stadtteil sorgen sollen. Gemeinsam mit der Quartierswerkstatt Honswerk und dem Stadtteilgarten werden die Häuser in Zukunft das Honswerk bilden und dem Stadtteil eine neue Identität geben.
| Planung | seit 2023 |
| Nutzung | Wohnen & Gewerbe |
| Auftraggeber | Montag Stiftung Urbane Räume |
Bürogebäude Köln
Das typische Bürogebäude an einer Hauptverkehrsachse - Handel im Erdgeschoss, darüber Bürofläche, im Dachgeschoss Wohnen und eine Tiefgarage - ist Sinnbild für die aktuelle Zeit. Die sinkende Nachfrage an Büro- und Handelsflächen stehen der wachsenden Nachfrage nach Wohnraum in den Innenstädten gegenüber. Die Büroflächen werden zu kleinen Wohneinheiten transformiert. Die Gewerbeflächen im Erdgeschoss werden verkleinert und der eingeschossige Flachbau aufgestockt. Im rückwärtigen Teil des Grundstücks wird auf der bestehenden Tiefgaragen ein zweigeschossiger Baukörper mit Studierendenappartments errichtet.
| Planung | seit 2024 |
| Nutzung | Wohnen und Gemeinschaftsnutzungen |
Wohnhaus LC36
Das 1915 als großbürgerliches Wohnhaus erbaute Gebäude sollte für den Bau eines Autobahnzubringers abgerissen werden. Zum großen Teil leerstehend, wurde es daraufhin 1984 besetzt und ist bis heute eine Institution in der Kölner Alternativkultur. Damals wurde die Besetzung schnell legalisiert. Mittlerweile sind die Besetzer als Erbpachtnehmer der Stadt Eigentümer des Gebäudes. Das Projekt ist Symbol für den Kampf gegen die Gentrifizierung, inmitten des Belgischen Viertels.
Das von der Stadt als Eigentümerin lange vernachlässigte Gebäude wird brandschutzrechtlich und energetisch ertüchtigt und modernisiert. Das Ziel ist die Sicherung von langfristig günstigem Wohnraum in der Kölner Innenstadt.
| Realisierung | seit 2019 |
| Nutzung | Wohnen |
| Bauleute | LC36 eV |
Vorderhaus Kuckuck
Die Siedlung Köln Vogelsang wurde als Erwerbslosensiedlung in den 1930er Jahren geplant. Die giebelständigen Doppelhäuser hatten ursprünglich eine Nutzfläche von ca. 80 qm und wurden in den letzten Jahrzehnten individuell umgebaut und erweitert.
Zwei Familien haben das Grundstück geteilt, das Vorderhaus erhalten und erweitert- ein Hinterhaus im Garten ergänzt.
Das Bestandshaus wird entkernt und bis zur notwenigen Zufahrt des Hinterhauses erweitert. Die prägende Form des Daches wird erhalten und um einen gespiegelten First erweitert. Im Erdgeschoss entsteht Platz für einen Wohnraum. Im ehemaligen Eingangsbereich liegt die Küche als Verteiler zwischen Wohnen im Erdgeschoss und Zugang zu den Zimmern im Dachgeschoss.
| Realisierung | 2019-2022 |
| Nutzung | Wohnen |
| Statik | |
| Bauleute | Privat |
Schule Kalkar
Im mittelalterlichen Kern von Kalkar gelegen und in den Jahren 1841 und 1862 in zwei Zügen als Schule erbaut, hat das Haus in den letzten 180 Jahren sehr unterschiedliche Nutzungen als Schule, Verwaltung, Glasbläserei, Schuhmacherei und Praxis erfahren. Bei der Sanierung wurde zurückgebaut, was in den letzten Jahrzehnten hinzugefügt wurde, Abhangdecken, Trennwände und Dekorputz und so die Qualität des Gebäudes wiederhergestellt. Durch wenige neue Zutaten wurden 2 Wohnungen errichtet, die immer wieder auch Raum für Kulturveranstaltungen bieten. Eine ökologische Bauweise, das Selbermachen und das Wiederverwenden von Materialien standen im Fokus und haben Entwurfs- und Konstruktionsentscheidungen maßgeblich beeinflusst.
| Nutzung | Wohnen |
| Realisierung | 2015-2025 |
| Bauleute | Privat |
New Now Festival Zollverein
Für das New Now Festival im Mischwerk der Zeche Zollverein werden temporäre Ausstellungs-, Arbeits und Präsentationsmöbel entwickelt.
Die Aneignung des Mischwerks als Arbeits- und Ausstellungsort erinnert an ein besiedeln. Mit dem Klappstuhl werden Orte besetzt und mit Pavillon, Teppich und Vorhang abgegrenzt. Kabel versorgen mit Strom und Daten, ein Tisch ist Mittelpunkt und Arbeitsstätte. Podeste dienen zur Kommunikation und bieten Überblick. Die verwendeten Materialien sind robust- ihre Oberflächen neutral- weiss oder spiegelnd.
| Wettbewerb | 2020 1. Preis |
| Realisierung | 2021 |
| Nutzung | Festivalinfrastruktur |
| Kollaboration | |
| Auftraggeber | Stiftung Zollverein, Essen |
Jaki Stadtgarten
Das Studio 672 im Keller des Stadtgartens war eine Institution des Kölner Nachtlebens. Doch der Raum hatte Probleme- zu viele Stützen für Konzerte, zu wenig Platz zum Tanzen und eine in die Jahre gekommene Theke. Das neue Jaki ist tiefer gelegt. Inmitten des Raumes ist der Boden um einen halben Meter abgesenkt, die Deckenträger sind abgefangen und die Stützen sind verschwunden. Die Bühne und die Theke stehen sich auf dem alten Bodenniveau gegenüber und die Oberflächen sind der neuen Nutzung entsprechend. Der Raum ist Jazzhaus und Club, mal hell mal dunkel, bestuhlt oder betanzt.
| Realisierung | 2018-2019 |
| Nutzung | Kultur |
| Bauleute | Initiative Kölner Jazz Haus e.V. |
Haus Bickendorf 1
Das Grundstück liegt am äussersten westlichen Rand der Siedlung Bickendorf I, an der ehemaligen Wendeschleife der Straßenbahn, wo sich heute eine Grünfläche befindet. Zwischen 1916-20 entstanden hier nach den Plänen der Architekten Grod und Riphan Kleinstwohnungen für Angestellte und Arbeiter. Der kleinteilige Zuschnitt des Bestandes mit der in der Mitte liegenden Treppe wurde neu geordnet. Im eingeschossigen neuen Anbau liegen drei Schlafräume und ein Schuppen, geschützt von der immergrünen Hecke zum Park. Küche und Wohnraum sind im ersten Geschoss mit Zugang zur neuen Dachterrasse. Unter dem Dach findet sich ein Gästezimmer mit WC.
| Realisierung | 2017-2019 |
| Nutzung | Wohnen |
| Bauleute | Privat |
Mehrfamilienhaus Leverkusen
Das traufständige Doppelhaus ist Teil einer ab 1919 erbauten Siedlung der damaligen städtischen Wohnungsbaugesellschaft und wurde als Zweifamilienhaus auf großem Grundstück zur Selbstversorgung errichtet. Ein zweigeschossiger Anbau auf der Giebelseite ermöglicht die Erweiterung der Wohnungen im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss. Das hohe Dach bietet ausreichend Raum für eine dritte Wohneinheit als Maisonettewohnung im Dachgeschoss, welche durch eine große Dachterrasse auf dem Anbau ergänzt wird. Durch den Anbau eines Balkons im 1. Obergeschoss verfügen alle Wohnungen über einen Außenraum.
| Realisierung | 2018 - 2019 |
| Nutzung | Wohnen |
| Bauleute | Privat |
Kulturforum Berlin
Die öffentlichen Bereiche des Kulturforum waren durch Zurückhaltung geprägt, diese funktionierte im Kontext des lauten Potsdamer Platzes nicht mehr. Eine Neuordnung und Befreiung von Einbauten und einer Überlagerung durch Plakate, Banner und Informationen war nötig.
Im zentralen Eingangsfoyer wurden die Kassen und Garderoben versetzt und ermöglichen eine neue Übersichtlichkeit des Raumes auf allen Ebenen mit neuen Sichtachsen, mehr Licht und besserer Besucherführung. Ein neues Leitsystem mit großformatigen LED Screens schafft Orientierung und zugleich wechselnde Beleuchtung und Atmosphären. Neue Bänke und Tische schaffen Orte zwischen den Stützenwäldern- Ruhebereiche für Besucher, Arbeitsbereiche für die Museumspädagogik.
| Realisierung | 2015-2019 |
| Nutzung | Ausstellung |
| Kollaboration | |
| Bauleute | Staatliche Museen zu Berlin |
Haus Hamm
Die schmale Parzelle am Marktplatz von Düsseldorf Hamm ist bebaut. Das Bestandshaus wurde saniert, der eingeschossige Schuppen im Garten in Teilen zurückgebaut. Als verbindendes Element liegt die Küche zwischen Vorderhaus und Gartenhaus- seitlich komplett zum Hof geöffnet.
| Realisierung | 2017-2018 |
| Nutzung | Wohnen |
| Bauleute | Privat |
Dachausbau Bonn
Das bisher nicht genutzte Dachgeschoss des Mehrfamilienhauses wurde an die darunter liegende Dreizimmer- Wohnung angeschlossen.
Hier liegen nun nur noch die Schlafräume und ein Bad. Die ehemalige Küche am Wohnungseingang wurde zu Garderobe und Treppenraum des neuen Koch- und Wohnbereichs im Dach.
Die bestehenden Kamine, zwei neue Gauben und ein kleines Bad zonieren den großen Raum entlang der Dachbalken.
| Realisierung | 2013 & 2019 |
| Nutzung | Wohnen |
| Bauleute | Privat |
Einfamilienhaus Bonn
Das Wohnhaus aus den 1930er Jahren beherbergte zuletzt zwei Wohnungen über 3 Etagen. Umgebaut wurde es nun zu einem Einfamilienhaus über 4 Ebenen. Der Garten liegt ein Geschoss unterhalb des Strassenniveaus. Durch die Öffnung der Kellerdecke entsteht ein direkter Bezug der Wohnräume im Erdgeschoss mit einem neuen Gartenzimmer im Keller. Die Geschosse wurden neu geordnet und die bestehende Treppe freigestellt. Wo es möglich war, wurden die bestehenden Oberflächenerhalten oder nur partiell durch neue Teile ergänzt.
| Realisierung | 2015-2016 |
| Nutzung | Wohnen |
| Bauleute | Privat |
C/O Berlin im Amerika Haus
Seit 1958 war das Amerika Haus kulturelle Begegnungsstätte der USA und wurde 2006 dem Land Berlin übergeben und ab 2013 an C/O Berlin vermietet.
Im Innnenraum wurde die historische Substanz und filigrane Transparenz des von Bruno Grimmek entworfenen Gebäudes behutsam freigelegt und neu strukturiert, um eine optimale Ausstellungssituation für Fotografien zu schaffen.
Im Foyer ist der Sollnhofener Bruchstein wieder sichtbar, ebenso die Beton-Rippendecken und der terrakottafarbene Klinker, die zum Teil durch Rigipswände verdeckt waren. Das Haus hat seine Sichtachsen und seine filigrane Leichtigkeit zurückerhalten. Neben den Ausstellungsräumen sind ein Café und ein Buchladen dazu kommen.
| Realisierung | 2013-2014 |
| Nutzung | Ausstellungshaus für Fotografie |
| Kollaboaration | mvprojekte, Petra und Paul Kahlfedt Architekten & Studio B19 Holger Sack als Architekt für die BIM |
| Bauleute | C/O Berlin Foundation, Berlin |
| Bild | David von Becker |
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